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Taekwon-Do Center Zorneding

Anzinger Straße 2
85604 Zorneding


Impressum
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Geschichte

Taekwon-Do ist eine relativ junge Kampfkunst aus Südkorea, die erst 1955 offiziell ins Leben gerufen wurde. Die Wurzeln des Taekwon-Do reichen jedoch weit in die Vergangenheit von Korea, Japan und China zurück.


 

Die Anfangsjahre des Taekwon-Do:

Taekwon-Do entwickelte sich aus der Verbindung von originär koreanischen Kampfstilen und Bewegungslehren (insbesondere aus dem bis zu 1500 Jahre alten Taekkyon und dem Subak) und Techniken des japanischen Okinawa-Karate (das wiederum chinesischen Stilen entsprang).

Anm.: Okinawa-Karate (und auch Judo, Aikido und JiuJitsu) waren in Korea während der Zeit der japanischen Besetzung in den Jahren 1910-1945 weit verbreitet.

Die geradlinigen Techniken des Karate wurde um Elemente der genuin koreanischen Künste erweitert. Dadurch wurden die Bewegungen flüssiger, dynamischer und zirkulärer. Viele Dreh-, Sprung- und Fußtechniken wurden beigefügt. Anfangs wurde dieser neu entwickelte Stil noch als "koreanisches Karate" bezeichnet, da die Karate-typischen Elemente in den ersten Jahren noch stark überwogen.

Anm.: Der Name Taekwon-Do wurde erst 1955 offiziell eingeführt, vorher wurde die Kampfkunst noch als Tang Soo Do (übersetzt mit Tang (China-) Hand) bzw. Kong Soo Do (leere Hand) bezeichnet, die koreanische Übersetzung des japanischen Namens "Kara-te".

Im Laufe der Jahre entwickelte Taekwon-Do jedoch eine immer größere technische Eigenständigkeit, da die Elemente, die heute für das Taekwon-Do als typisch angesehen werden (hohe Beintechniken, Dreh- und Sprungtechniken) mehr und mehr in Vordergrund traten.

Anm.: Im traditionellen Taekwon-Do spricht man von einem Verhältnis 70% Beintechniken zu 30% Armtechniken. Im traditionellen japanischen Karate ist dieses Verhältnis genau umgekehrt.

Nachdem anfänglich noch das Formensystem des Karate Verwendung fand (sog. Kata), entwickelte General Choi schließlich für "sein" Taekwon-Do in den Jahren 1961 bis 1965 das eigenständige Chang-Hon Formensystem mit 20 Hyongs (Übungsformen). Taekwon-Do war somit zu einer vollständigen Kampfkunst mit koreanischem Charakter geworden.


Auseinanderentwicklung von traditionellem Taekwon-Do und modernem Taekwondo: 

Durch die politische Entwicklung motiviert, setzte in den siebziger Jahren in Südkorea der Trend ein, "mit Gewalt" die japanischen Einfüsse im Taekwon-Do weitgehend zu elimieren, um dem Taekwon-Do, das mittlerweile zum koreanischen Volkssport und Staatsschatz ("Gukki") erklärt wurde, eine größere nationale Identität zu verschaffen. Als erstes fiel dieser Entwicklung das alte Chang-Hon Formensystem wegen seiner starken Verwandtschaft zum Okinawa-Karate zum Opfer. Es wurde ersetzt durch das Poomsae-Formensystem des neu gegründeten südkoreanischen Taekwondo-Verbands WTF (World Taekwondo Federation) unter der Leitung von Dr. Kim Un-Yong, das völllig neue Schritte und Ausholbewegungen vorsah, um eben keine Assoziationen zur japanischen Schwester mehr zu wecken. Viele althergebrachte (vor allem tiefe) Stellungen und weite Ausholbewegungen wurden in dieser "modernen" Variante einfach gestrichen. Darüberhinaus wurde ein neues Wettkampfsystem eingesetzt und die alte Methode des Kämpfens ohne Kontakt musste dem neuen Vollkontakt-Stil mit Kampfwesten weichen. Dies geschah wohl auch aus dem Grund, weil man sich von dieser Form des Kampfes eine bessere Akzeptanz in den westlich geprägten Ländern erhoffte. Durch die starke Wettkampfprägung verschwanden im "modernen" Taekwondo viele der althergebrachten Techniken, weil sie sich im Wettkampf nicht als zweckmäßig erwiesen. Im gleichen Maße änderte sich das Verständnis von Taekwon-Do: Nicht mehr das lebenslange Üben einer Kunst sondern das Erkämpfen von Medaillen und Trophäen war nunmehr maßgeblich. Aus diesem Grund bezeichnet man das moderne Taekwon-Do gemeinhin als Kampfsport, während die traditionelle Ausrichtung eben als Kampfkunst gesehen wird, bei der die forwährende Verbesserung und die Übung ("der Weg", DO) das Ziel ist. Da hinter der Entwicklung des modernen Wettkampf-Taekwondo starke politische Kräfte in Südkorea standen (die damalige Park-Regierung), verdrängte es mehr und mehr die traditionell ausgerichteten Schulen. Der Präsident der WTF, Dr. Kim Un-Yong, war bis 2004 auch Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), was die Aufnahme des "modernen" Taekwondo als vollwertige olympische Disziplin im Jahre 1994 ermöglichte. In jüngster Zeit ist in Südkorea jedoch wieder eine Rückbesinnung auf die traditionelle Kampfkunst Taekwon-Do feststellbar. In Nordkorea spielte das olympische "moderne" Taekwon-Do nie eine Rolle, hier ist heute nach wie vor das traditionell ausgerichtete Taekwon-Do des von General Choi gegründeten ITF-Verbands (International Taekwondo Federation) vorherrschend.


Charakteristik des traditionellen Taekwon-Do nach Kwon, Jae-Hwa:

Die Lehrmethode von Großmeister Kwon, Jae-Hwa orientiert sich am ursprünglichen, eben traditionellen Taekwon-Do Stil. Er propagiert Taekwon-Do als eine Kampfkunst, bei der nicht etwa der Wettkampf oder der Straßenkampf im Vordergrund stehen sondern vielmehr die körperliche und geistige Gesunderhaltung, innere und äußere Balance, Bewegungsästhetik und Charakterbildung. Großmeister Kwon legt größten Wert darauf, dass alle Übungen im Unterricht ohne Kontakt verlaufen, da Taekwon-Do nach seinem Verständnis den Körper und Geist aufbauen und nicht schädigen soll. Technisch gesehen hat Kwon, Jae Hwa seit 1965 "sein" Taekwon-Do immer weiter vorangetrieben und die althergebrachten Techniken mit eigenen, neuen Methoden ergänzt, um ein gesünderes und effizienteres Erlernen zu ermöglichen. Seine Weiterentwicklung des traditionellen Taekwon-Do trägt inbesondere den verbesserten athletischen Voraussetzungen der heutigen Sportler in Punkto Schnelligkeit und Sprungkraft Rechnung (Beispiel: 540° Drehsprünge).

 

Taekwon-Do Center für Zorneding, Baldham, Vaterstetten und Haar - Großmeister Kwon



"Taekwon-Do ist Bewegung für Körper und Geist, vermittelt Respekt, Höflichkeit, Bescheidenheit und Selbstdisziplin, fördert Koordination und Reaktion, aber auch Geduld und Ausdauer. Ob Meister oder Anfänger, jung oder alt, Taekwon-Do beansprucht die mentalen ebenso wie die physischen Kräfte und Fähigkeiten und fördert ihr harmonisches Zusammenspiel durch jahrelanges Training. Es ist lebenslange Herausforderung und Chance zugleich, körperlich Gesundheit und geistige Stärke bis ins hohe Alter zu behalten."

Großmeister Kwon, Jae Hwa